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Monday, 1. May 2017
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Forschung & Statistik

An den deutschen Universitäten befassen sich eine Reihe von Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aspekten von substanzbedingten Störungen (z.B. biologische Prozesse, Pharmakologie, epidemiologische, soziologische oder entwicklungspsychologische Aspekte von Sucht und Suchtmittelgebrauch).
Neben den Universitäten sind eine Reihe unabhängiger Forschungsinstitute im Bereich der Suchtforschung tätig.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft zur Förderung der Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstituten in Deutschland und von daher auch für den Bereich Sucht und Drogen relevant.

Forschungsgruppen und Institute 
Die folgende Liste umfasst die wichtigsten Forschungsgruppen im Bereich Drogenforschung und in verwandten Gebieten in Deutschland. Da sich Forschungsschwerpunkte ändern, kann diese Liste nur einen begrenzten Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland geben. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Besonderheit der deutschen Forschungslandschaft ist der relativ große Anteil außeruniversitärer Forschung im Bereich von Drogen und Sucht allgemein. Es haben sich im Umfeld von verschiedenen durch das BMBF geförderten Projekten zum Thema Sucht seit 2001 verschiedene Forschungsgruppen gebildet, unter anderem die Suchtforschungsverbünde:

  • Spezielle Forschungsinstitute
  • Universitäre Forschung (Experten bzw. Arbeitsgruppen an Universitäten, die sich u.a. mit dem Thema Sucht und Drogen beschäftigen)


Archido  
Das ARCHIDO wurde 1987 in der Universität Bremen mit dem Ziel gegründet, die drogenbezogene Diskussion durch die Bereitstellung von fundierter Fachliteratur zu versachlichen und das Wissen über Drogen, Drogenpolitik und Drogenhilfeansätze zu erweitern. Gesammelt und archiviert wird Literatur über legale und illegale psychoaktive Substanzen im weitesten Sinne: wissenschaftliche Arbeiten (auch Manuskripte), Zeitungsartikel, Tages-, Jahres- und Tätigkeitsberichte, Rechtsurteile, Belletristik, Betroffenenliteratur. Der Bestand umfasst derzeit insgesamt ca. 82.000 Medieneinheiten (Stand September 2007).  Der Bestand ist sowohl online als auch über eine Präsenzbibliothek für alle Interessierten kostenlos zugänglich.

Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht)  
Die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) ist eine wissenschaftliche Vereinigung mit etwa 400 Mitgliedern, in der die meisten der Forscher und viele Therapeuten aus diesem Arbeitsfeld im deutschsprachigen Raum organisiert sind. Die DG-Sucht entwickelt wissenschaftliche Standards und organisiert Tagungen zur Suchtforschung.

Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS)  
Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin versteht Abhängigkeit als eine viele Jahre dauernde Krankheit mit häufigen Rückfällen, für die in verschieden Stadien verschiedene Therapien angeboten werden müssen. Sie fördert die Fortbildung in der Suchtmedizin, besonders durch ihren jährlichen bundesweiten Suchtkongress und unterstützt die wissenschaftliche Diskussion von Behandlungsstandards. 

Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (DG-SPS)  
Die Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie e.V. unterstützt die psychologischorientierte Forschung zu Ätiologie, Diagnostik, Behandlung und Prävention von Suchtstörungen sowie den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis der Suchthilfe.

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)  
Das Deutsche Institut für Dokumentation und Information (DIMDI) ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit. Es hat den Auftrag, bibliographische Informationen zur wissenschaftlichen Literatur zur Verfügung zu stellen, die für den Arbeitsbereich des Ministeriums für Gesundheit relevant ist. Es hält nationale und internationale Datenbanken, die unter anderem die Bereiche Drogen, Alkohol, Pharmazeutika, Epidemiologie, Prävention und Therapie abdecken. Im Augenblick geben sie Zugang zu mehr als 40 Millionen Einheiten. Aktuell ermöglicht das DIMDI die online Recherche in rund 70 Datenbanken mit etwa 100 Millionen Dokumenten. DIMDI ist für die nationale Umsetzung der internationalen Klassifikation von Krankheiten der WHO (ICD 10) zuständig und hat damit für den Bereich Diagnostik eine wichtige Rolle inne.

Statistisches Bundesamt (Destatis)  
Das Statistische Bundesamt (Destatis) sammelt und veröffentlicht fortlaufend statistische Daten über viele Felder von öffentlichem Interesse. Ein Teil dieser Daten wird direkt durch das Bundesamt erhoben, andere werden von anderen Organisationen, beispielsweise den Krankenkassen oder den Landesämtern für Statistik, übernommen. In den letzten Jahren wurde durch das Statistische Bundesamt in Zusammenarbeit mit dem RKI und vielen Experten aus unterschiedlichen Institutionen ein nationales Gesundheitsberichtssystem entwickelt, das auch Datenquellen enthält, die für den Themenbereich Drogen und Drogensucht von Bedeutung sind. Des weiteren nutzt es Daten über den Konsum von Alkohol, Drogen und Tabak in der Bevölkerung, die von den nationalen Knotenpunkten der EBDD gesammelt werden.