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Monday, 1. May 2017
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Prävalenzschätzung
Eine zentrale Kennziffer in der Diskussion über Ausmaß und Entwicklung des Drogenproblems ist die Schätzung der Prävalenz problematischen Drogengebrauchs zu einem gewissen Zeitpunkt bzw. während eines gewissen Zeitraums. In abgrenzung zu anderen Indikatoren werden bei diesem Indikator nur besonders problematische Konsummuster erfasst, was sich in der verwendeten Substanz, der Häufigkeit oder der Form des Konsums äußert.

Da sich Umfragen in der Allgemeinbevölkerung aufgrund methodischer Schwächen nicht eignen, die Prävalenz problematischen Drogengebrauchs zu erfassen, wurden eine Reihe indirekter Methoden zur Prävalenzschätzung entwickelt. Welche Methode herangezogen wird, hängt oft von dem Umfang und der Art des problematischen Drogenkonsums ab. Häufig werden Daten aus verschiedenen Feldern in einer Methode zusammengeführt. Damit sollen mögliche Fehlereinflüsse ausgeglichen udn die Vergleichbarkeit verbessert werden. Dieser Indikator kann damit als Meta-Indikator betrachtet werden, da er die Ergebnisse der übrigen Indikatoren zu integrieren versucht.

In Deutschland wird vorwiegend das Multiplikator-Verfahren eingesetzt, das Daten aus den Bereichen Behandlung, Polizei und Drogentodesfälle heranzieht. Daneben werden aber auch andere Ansätze zur Erfassung von problematischem Drogenkonsum herangezogen, wie z.B. Umfragen zum riskanten Drogenkonsum bei bestimmten Zielgruppen.

Kontaktperson in der EBDD:
Danica Klempova (Danica.Klempova[a]emcdda.europa.eu)
Nationaler Experte:
Dr. Ludwig Kraus, IFT
Weitere Mitglieder der deutschen Arbeitsgruppe:
Jürgen Töppich, BZgA
NN, BKA
Kontakt zur deutschen Arbeitsgruppe:
DBDD
EBDD-Website zum Thema:
http://www.emcdda.europa.eu/themes/key-indicators/pdu