| Behandlungsnachfrage |
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Der Indikator Behandlungsnachfrage (treatment demand) erfasst Information über die Zahl und Charakteristika von Personen, die an Drogenbehandlungseinrichtungen überwiesen werden. Diese Informationen geben Aufschluss über allgemeine Tendenzen des problematischen Drogenkonsums. Informationen über Umfang und Art des Konsums sowie Gebrauchsmuster (Injektion, multipler Drogengebrauch) können helfen, den Hilfebedarf abzuschätzen und dementsprechend Angebote für die Konsumenten zu entwickeln und zu evaluieren. Die EBDD hat eine Reihe von Projekten gefördert, die die Entwicklung eines vergleichbaren Systems zur Erfassung der Behandlungsnachfrage zum Gegenstand hat. Grundlage war dabei das Protokoll der Pompidou Gruppe des Europarats (first treatment demand indicator) sowie eine vergleichende Analyse vorhandener nationaler Systeme. Das so genannte Treatment Demand Indicator (TDI) Protokoll beschreibt ein Routinesystem zur Erfassung von 20 Standarditems für Klienten, die eine Behandlung aufnehmen. Es umfasst eine einfache Klassifikation von Behandlungseinrichtungen, definiert die zu erfassenden Fälle und enthält Richtlinien zur Methodik von Datensammlung, -analyse und Berichterstattung. Zur Vermeidung von Doppelerfassungen und -zählungen werden Methoden dargestellt, die auch bei Wahrung der Anonymität eingesetzt werden können. Die aktuelle Fassung (Version 2.0) des Protokolls steht zum download zur Verfügung. Das Protokoll kann auch in der englischen Fassung von der EBDD heruntergeladen werden. In Deutschland wurde 2007 gemeinsam von der DBDD, den Fachreferaten der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie dem Fachverband Sucht (FVS), der GKV, der RV in Deutschland und den Bundesländern der neue deutsche Kerndatensatz (KDS) zur Dokumentation in der Suchtkrankenhilfe eingeführt. Der „Treatment Demand Indicator“ der EBDD (TDI) ist im KDS integriert.
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