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Friday, 24. March 2017
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Behandlungsnachfrage
Der Indikator Behandlungsnachfrage (treatment demand) erfasst Information über die Zahl und Charakteristika von Personen, die an Drogenbehandlungseinrichtungen überwiesen werden. Diese Informationen geben Aufschluss über allgemeine Tendenzen des problematischen Drogenkonsums. Informationen über Umfang und Art des Konsums sowie Gebrauchsmuster (Injektion, multipler Drogengebrauch) können helfen, den Hilfebedarf abzuschätzen und dementsprechend Angebote für die Konsumenten zu entwickeln und zu evaluieren.

Die EBDD hat eine Reihe von Projekten gefördert, die die Entwicklung eines vergleichbaren Systems zur Erfassung der Behandlungsnachfrage zum Gegenstand hat. Grundlage war dabei das Protokoll der Pompidou Gruppe des Europarats (first treatment demand indicator) sowie eine vergleichende Analyse vorhandener nationaler Systeme.

Das so genannte Treatment Demand Indicator (TDI) Protokoll beschreibt ein Routinesystem zur Erfassung von 20 Standarditems für Klienten, die eine Behandlung aufnehmen. Es umfasst eine einfache Klassifikation von Behandlungseinrichtungen, definiert die zu erfassenden Fälle und enthält Richtlinien zur Methodik von Datensammlung, -analyse und Berichterstattung. Zur Vermeidung von Doppelerfassungen und -zählungen werden Methoden dargestellt, die auch bei Wahrung der Anonymität eingesetzt werden können. Die aktuelle Fassung (Version 2.0) des Protokolls steht zum download zur Verfügung. Das Protokoll kann auch in der englischen Fassung von der EBDD heruntergeladen werden.

In Deutschland wurde 2007 gemeinsam von der DBDD, den Fachreferaten der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie dem Fachverband Sucht (FVS), der GKV, der RV in Deutschland und den Bundesländern der neue deutsche Kerndatensatz (KDS) zur Dokumentation in der Suchtkrankenhilfe eingeführt. Der „Treatment Demand Indicator“ der EBDD (TDI) ist im KDS integriert.

Kontaktperson in der EBDD:
Linda Montanari (Linda.Montanari[a]emcdda.europa.eu)
Nationaler Experte:
Dr. Barbara Braun, IFT
Weitere Mitglieder der deutschen Arbeitsgruppe:
Dr. Andreas Koch, buss, Kassel (Vorsitz)
Dr. Ulrike Beckmann, Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Winfried Funk, Ministerium für Soziales und Gesundheit, Erfurt
Dietrich Hellge-Antoni, BWG, Fachabt. Drogen und Sucht, Hamburg
Dr. Hans Wolfgang Linster, Psychologisches Institut der Universität Freiburg, Freiburg
Peter Missel, Fachverband Sucht, Daun
Johannes Peter Petersen, Diakonie Schleswig-Holstein, Rendsburg
Richard Sickinger, Jugendberatung und Jugendhilfe e.V., Frankfurt
Michael Strobl, GSDA GmbH, Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Jürgen Vöckel, Landeswohlfahrtsverband Hessen, Kassel
Dr. Raphael Gassmann, DHS, Hamm
Kontakt zur deutschen Arbeitsgruppe:
DBDD
EBDD-Website zum Thema:
http://www.emcdda.europa.eu/themes/key-indicators/tdi
weiterführende Informationen: