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Samstag, 31. Juli 2010
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Einrichtungsregister
Seit Ende 2006 erstellt die DBDD mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und zahlreicher weiterer Partner (Verbände der Freien Wohlfahrt, Bundesländer, Einrichtungen) ein zentrales Register deutscher Suchthilfeeinrichtungen. Ziel des Registers ist es, durch die Erfassung möglichst aller spezialisierten deutschen Suchthilfeeinrichtungen nach einheitlichen Kriterien erstmals eine Bezugsgröße zu erhalten, die eine valide Abschätzung der Erreichungsquote der jährlich erhobenen Deutschen Suchthilfestatistik ermöglicht. Strukturell orientiert sich das Register an dem seit 2007 bundesweit gültigen Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS).
kartei_aksel_pixelio.de.jpgFoto: aksel/pixelio.de
Berücksichtigt werden Facheinrichtungen, die das Kriterium mindestens einer Vollzeitstelle an Personal erfüllen und einem von 16 im KDS definierten Einrichtungstypen zuzuordnen sind. Zur eindeutigen Identifikation wird jeder Einrichtung ein individueller und unveränderlicher 8- stelliger Code zugeteilt. Als Bestätigung dafür, dass die Daten für das jeweilige Kalenderjahr aktualisiert vorliegen, erhält jede Einrichtung nach Eingang der Aktualisierung eine jährlich wechselnde 2-stellige Jahresprüfziffer, die seit 2007 notwendig ist, um sich an der Deutschen Suchthilfestatistik zu beteiligen. Jede nach KDS zertifizierte Software zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe enthält eine entsprechende Abfrage des Einrichtungscodes und der Jahresprüfziffer.

Bisherige Projektabschnitte waren die Sammlung und Kategorisierung bereits verfügbarer Daten(-banken) und ergänzende Internetrecherchen, die Entwicklung technischer Routinen zum Datenaustausch mit den Einrichtungen, die Kontaktaufnahme mit allen erfassten Einrichtungen mit der Bitte um Bestätigung oder Korrektur ihrer Angaben, die Codevergabe für jeden bestätigten Datensatz, die Vergabe von Jahresprüfziffern für das Aggregierungsjahr 2007 und 2008 sowie Rückmeldeschleifen mit Bundesländern und Verbänden zur Prüfung des Registers auf Vollständigkeit und Einheitlichkeit.

Im Zentrum der Aktivitäten des Jahres 2009 wird die Aktualisierung der bereits bestätigten Einträge sowie die Klärung bislang ungeklärter Angaben stehen, für die sehr zeitintensive Einzelrecherchen nötig sind. Nach derzeitiger Planung wird mit Ende des Jahres 2009 ein vollständig überprüftes Register vorliegen, auf dessen Basis die Berechnung der Erreichungsquote der Deutschen Suchthilfestatistik durchgeführt werden kann.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich allen beteiligten Institutionen und Einrichtungen für die bisherige gute Zusammenarbeit danken!

Ausführlichere Informationen finden Sie hier (Artikel in der Zeitschrift SUCHT, 55(1), 2009, S.54-55).