Seit Ende 2006 erstellt die DBDD mit Unterstützung des
Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und zahlreicher weiterer
Partner (Verbände der Freien Wohlfahrt, Bundesländer, Einrichtungen)
ein zentrales Register deutscher Suchthilfeeinrichtungen. Ziel des
Registers ist es, durch die Erfassung möglichst aller spezialisierten
deutschen Suchthilfeeinrichtungen nach einheitlichen Kriterien erstmals
eine Bezugsgröße zu erhalten, die eine valide Abschätzung der
Erreichungsquote der jährlich erhobenen Deutschen Suchthilfestatistik
ermöglicht. Strukturell orientiert sich das Register an dem seit 2007
bundesweit gültigen Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im
Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS).
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Foto: aksel/pixelio.de
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Berücksichtigt werden Facheinrichtungen, die das Kriterium mindestens
einer Vollzeitstelle an Personal erfüllen und einem von 16 im KDS
definierten Einrichtungstypen zuzuordnen sind. Zur eindeutigen
Identifikation wird jeder Einrichtung ein individueller und
unveränderlicher 8- stelliger Code zugeteilt. Als Bestätigung dafür,
dass die Daten für das jeweilige Kalenderjahr aktualisiert vorliegen,
erhält jede Einrichtung nach Eingang der Aktualisierung eine jährlich
wechselnde 2-stellige Jahresprüfziffer, die seit 2007 notwendig ist, um
sich an der Deutschen Suchthilfestatistik zu beteiligen. Jede nach KDS
zertifizierte Software zur Dokumentation im Bereich der
Suchtkrankenhilfe enthält eine entsprechende Abfrage des
Einrichtungscodes und der Jahresprüfziffer.
Bisherige Projektabschnitte waren die Sammlung und Kategorisierung
bereits verfügbarer Daten(-banken) und ergänzende Internetrecherchen,
die Entwicklung technischer Routinen zum Datenaustausch mit den
Einrichtungen, die Kontaktaufnahme mit allen erfassten Einrichtungen
mit der Bitte um Bestätigung oder Korrektur ihrer Angaben, die
Codevergabe für jeden bestätigten Datensatz, die Vergabe von
Jahresprüfziffern für das Aggregierungsjahr 2007 und 2008 sowie
Rückmeldeschleifen mit Bundesländern und Verbänden zur Prüfung des
Registers auf Vollständigkeit und Einheitlichkeit.
Im Zentrum der Aktivitäten des Jahres 2009 wird die Aktualisierung der
bereits bestätigten Einträge sowie die Klärung bislang ungeklärter
Angaben stehen, für die sehr zeitintensive Einzelrecherchen nötig sind.
Nach derzeitiger Planung wird mit Ende des Jahres 2009 ein vollständig
überprüftes Register vorliegen, auf dessen Basis die Berechnung der
Erreichungsquote der Deutschen Suchthilfestatistik durchgeführt werden
kann.
Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich allen beteiligten
Institutionen und Einrichtungen für die bisherige gute Zusammenarbeit
danken!
Ausführlichere Informationen finden Sie hier (Artikel in der Zeitschrift SUCHT, 55(1), 2009, S.54-55).
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