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Monday, 1. May 2017
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Spritzentauschprogramme und andere Maßnahmen
Vollständiger Projekttitel:
Prävention von Infektionskrankheiten bei injizierenden Drogenkonsumenten in Deutschland: Spritzentauschprogramme und andere Maßnahmen – eine Bestandsaufnahme

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Foto: Jens Goetzke/ pixelio.de
Das Ziel dieser vom BMG geförderten Studie war die Zusammenstellung von verfügbaren Programmen, Maßnahmen und Vorgehensweisen zur Prävention infektionsbedingter Gesundheitsschäden („Safer Use“) bei Drogenkonsumenten in Deutschland. Die Informationen wurden auf Bundes- und Landesebene und in ausgewählten Städten erfasst.
Die Untersuchung beschränkte sich nicht auf Programme, in deren Rahmen Injektionsinstrumente getauscht oder verkauft werden, vielmehr war eine umfassende Bestandsaufnahme präventiver Maßnahmen eines Safer-Use-Ansatzes vorgesehen. Dazu gehören
(1) Bereitstellen von Konsumräumen,
(2) Kostenlose Bereitstellung steriler Utensilien,
(3) Kostenlose Vergabe steriler Utensilien nur gegen Tausch gebrauchter Spritzen,
(4) Verkauf steriler Utensilien zur Injektion (z.B. Automaten, Verkauf in der Einrichtung),
(5) Aufklärung über Risiken injizierenden Drogenkonsums (inkl. des Ziels zur Veränderung der Konsumform),
(6) Sonstige präventive Maßnahmen, z.B. kostenlose Vergabe oder Verkauf von Kondomen.

Bundesweite Statistiken über die exakte Zahl der Vergabestellen oder die Zahl verteilter Spritzen, Kanülen, Kondome etc. stehen bislang nicht zur Verfügung. Darüber hinaus existieren nur wenige systematische Informationen zu den Strukturen/Rahmenbedingungen der Spritzenvergabe und anderer Safer-Use-Maßnahmen (z. B. wer entscheidet über Programme, wer finanziert sie, werden die Programme evaluiert, gibt es systematische Schnittstellen zu anderen Beratungs-/ Behandlungsangeboten).

Methodik: Befragt wurden Experten auf verschiedenen Handlungsebenen (Landesdrogenbeauftragte, Landesstellen für Suchtfragen, Wohlfahrtsverbände, Ärzte- und Apothekerkammern...). In neun Städten wurden zusätzlich gezielt Einrichtungen mit Angeboten des Safer-Use/Safer-Sex mit einem strukturierten Erhebungsbogen befragt.

Ergebnisse: Der Abschlussbericht steht auf der Internetseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zum Download zur Verfügung: pdf-Download

Laufzeit: Mai bis Dezember 2010
Ansprechpartner:
Frau Dr. Stephanie Flöter (floeter[a]ift.de)
Herr Dr. Heinrich Küfner (kuefner[a]ift.de)

Zum  Download:
Abschlussbericht