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Projekt: Spritzentauschprogramme und andere Maßnahmen |
Vollständiger Projekttitel:
Prävention injektionsbedingter Gesundheitsschäden bei Drogenkonsumenten
in Deutschland: Spritzentauschprogramme und andere Maßnahmen – eine
Bestandsaufnahme
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Foto: Jens Goetzke/ pixelio.de |
Das Ziel dieser vom BMG geförderten Studie ist die Zusammenstellung von
verfügbaren Programmen, Maßnahmen und Vorgehensweisen zur Prävention
infektionsbedingter Gesundheitsschäden („Safer Use“) bei
Drogenkonsumenten in Deutschland. Die Informationen werden auf Bundes-
und Landesebene und in ausgewählten Städten erfasst.
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Die Untersuchung beschränkt sich nicht auf Programme, in deren Rahmen
Injektionsinstrumente getauscht oder verkauft werden, vielmehr ist eine
umfassende Bestandsaufnahme präventiver Maßnahmen eines
Safer-Use-Ansatzes vorgesehen. Dazu gehören
(1) Bereitstellen von
Konsumräumen,
(2) Kostenlose Bereitstellung steriler Utensilien,
(3)
Kostenlose Vergabe steriler Utensilien nur gegen Tausch gebrauchter
Spritzen,
(4) Verkauf steriler Utensilien zur Injektion (z.B.
Automaten, Verkauf in der Einrichtung),
(5) Aufklärung über Risiken
injizierenden Drogenkonsums (inkl. des Ziels zur Veränderung der
Konsumform),
(6) Sonstige präventive Maßnahmen, z.B. kostenlose Vergabe
oder Verkauf von Kondomen.
Bundesweite Statistiken über die exakte Zahl der Vergabestellen oder die
Zahl verteilter Spritzen, Kanülen, Kondome etc. stehen bislang nicht
zur Verfügung. Darüber hinaus existieren nur wenige systematische
Informationen zu den Strukturen/Rahmenbedingungen der Spritzenvergabe
und anderer Safer-Use-Maßnahmen (z. B. wer entscheidet über Programme,
wer finanziert sie, werden die Programme evaluiert, gibt es
systematische Schnittstellen zu anderen Beratungs-/
Behandlungsangeboten).
Bei einer vorläufigen Recherche zeigte sich, dass einige Informationen
vorliegen, z.B. in Berichten einzelner Suchthilfeeinrichtungen, AIDS-Hilfen oder Drogenkonsumräume, nicht aber ein Gesamtüberblick. Aus den vorliegenden Unterlagen und mündlichen
Informationen wird deutlich, dass erhebliche regionale,
kommunale und trägerbezogene Unterschiede im Vorgehen bestehen. Diese
hohe Variationsbreite des Vorgehens erfordert eine sorgfältige
Erfassung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Maßnahmen.
Methodik: Befragt werden Experten auf verschiedenen Handlungsebenen (Landesdrogenbeauftragte, Landesstellen für Suchtfragen, Wohlfahrtsverbände, Ärzte- und Apothekerkammern...). In neun Städten werden zusätzlich gezielt Einrichtungen mit Angeboten des Safer-Use/Safer-Sex mit einem strukturierten Erhebungsbogen befragt. Der Zugangsweg über die Versorgungsstrukturen soll genutzt werden, um vor
allem Daten über die Angebotsseite zu erhalten.
Erwartete Ergebnisse: Hinweise auf Verbreitung, Nutzung und Akzeptanz bisheriger Maßnahmen und auf eventuelle Defizite in der Versorgung.
Laufzeit: Mai bis Dezember 2010
Ansprechpartner:
Frau Dr. Stephanie Flöter (floeter[a]ift.de)
Herr Dr. Heinrich Küfner (kuefner[a]ift.de)
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