• Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

    Gesundheitliche Aufklärung liegt im Interesse staatlicher Gesundheitspolitik. Sie wird in Deutschland als eine übergreifende Daueraufgabe von allen staatlichen Ebenen unter Einbindung der Betroffenen durchgeführt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nimmt diese Aufgabe auf Bundesebene als Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wahr. Kernaufgaben der BZgA sind die

    • Erarbeitung von Grundsätzen und Richtlinien für Inhalte und Methoden der praktischen Gesundheitserziehung,
    • Ausbildung und Fortbildung der auf dem Gebiet der Gesundheitserziehung und -aufklärung tätigen Personen,
    • Koordinierung und Verstärkung der gesundheitlichen Aufklärung und Gesundheitserziehung im Bundesgebiet,
    • Zusammenarbeit mit dem Ausland.

    Die BZgA ist in vier Abteilungen organisiert, innerhalb derer die Referate „Prävention des Substanzmissbrauchs, Suchtprävention“ sowie „Internationale Beziehungen“ im Kontext von REITOX und der EBDD von besonderer Bedeutung sind.

    Neben der Entwicklung grundlegender Konzepte und Methoden zur gesundheitlichen Aufklärung und Gesundheitsförderung, führt die BZgA massenmediale Kampagnen zur Suchtvorbeugung und anderen Themen (z.B. AIDS, Organspenden, etc.) durch. Im Weiteren organisiert sie Expertengruppen und Fortbildungen für verschiedene Multiplikatorenzielgruppen in diesen Feldern. Mit ihrer Tätigkeit koordiniert und intensiviert die BZgA gesundheitliche Aufklärung in der Bundesrepublik Deutschland. Umfragen zu spezifischen gesundheitlichen Themen wie beispielsweise zur Drogenaffinität junger Menschen in Deutschland sowie Evaluationsstudien werden durchgeführt, um eine solide Grundlage für die Entwicklung und Implementierung präventiver Maßnahmen zu schaffen, deren Umsetzung zu beobachten und Rückmeldungen über die erzielten Resultate zu erhalten.

    Die BZgA wurde als deutscher Knotenpunkt der EBDD benannt und ist für den Bereich der (Primär-)Prävention zuständig. Sie liefert Informationen und Beiträge zum Themenbereich Prävention und koordiniert das Best-practice-Portal EDDRA stellvertretend für die DBDD.

  • Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

    Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ist der Dachverband von 22 vorwiegend nicht-staatlichen Mitgliedsorganisationen. In deren Trägerschaft befinden sich mehr als 1.000 Beratungsstellen und 4.500 Selbsthilfegruppen sowie über 160 Fachkliniken, alle psychiatrischen Krankenhäuser und andere Institutionen, die im Bereich der Drogenbehandlung und -prävention arbeiten. Der Vorstand der DHS setzt sich aus Vertretern der Mitgliedsorganisationen zusammen. Ein Kuratorium unterstützt die Geschäftsführung beratend.

    Die DHS ist in der Gesundheitspolitik im Interesse ihrer Mitgliedsorganisationen tätig. Sie dient als Clearingstelle für Fragen zum Substanzmissbrauch. Der wissenschaftliche Austausch im Bereich des Substanzmissbrauches wird durch die Fachzeitschrift "Sucht" gefördert, die gemeinsam von der DHS und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) publiziert wird. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arbeitsgruppen die beispielsweise Standards für die Weiterbildung, Organisation und Qualität von Behandlung weiterentwickeln und den Austausch zwischen unterschiedlichen Institutionen und Experten fördern. Eine Statistikarbeitsgruppe ist u.a. mit der Umsetzung des Europäischen Kerndatensatzes für den Bereich Behandlung in einen Deutschen Kerndatensatz beschäftigt. Die DHS führt eine fortlaufende Liste von Behandlungseinrichtungen und liefert Informationen zum Substanzmissbrauch und zur Behandlung an die Presse und interessierte Öffentlichkeit. Die DHS führt weiterhin Fachtagungen durch. Die Geschäftsstelle der DHS wird aus Mitteln des BMG gefördert. Sie stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der nicht-staatlichen Suchtkrankenhilfe und der Arbeit des BMG dar.

    Die DHS wurde als deutscher Knotenpunkt der EBDD benannt und ist für den Bereich der Behandlung sowie generell für das Thema Sekundärprävention zuständig.

  • Das Institut für Therapieforschung (IFT)

    Das IFT wurde als unabhängiges Forschungsinstitut 1973 in München in einer gemeinnützigen Rechtsform von Prof. Dr. Brengelmann (†), Prof. Dr. Norbert Mai (†) und Prof. Dr. Gerhard Bühringer (damalige Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie) gegründet.

    Aufgabenschwerpunkt des Instituts ist die Forschung zu substanzbezogenen Störungen (Alkohol, illegale Drogen, Medikamente und Tabak), Pathologischem Spielverhalten, Adipositas und Essstörungen. In verschiedenen Fachbereichen werden grundlagen- und anwendungsbezogene Fragestellungen bearbeitet (Ätiologie, Epidemiologie, Prävention, Therapie und Versorgungsforschung).

    Die Aktivitäten zum Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis (z. B. Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote, Präventionsmanuale zur Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion, Beratung von Betrieben im Bereich der Gesundheitsförderung) werden von einer eigenständigen Gesellschaft IFT-Gesundheitsförderung durchgeführt, die mit dem IFT Institut für Therapieforschung eng kooperiert.

    Das IFT wurde als deutscher Knotenpunkt der EBDD benannt und ist neben der Koordination der Gesamtknotenpunktaktivitäten für den Bereich Epidemiologie zuständig.

  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

    Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist auf der Bundesebene zuständig für die politische und die gesetzgeberische Steuerung in den Bereichen Gesundheit, Prävention, Behandlung sowie Verkehr mit Betäubungsmitteln und Grundstoffen. Das Betäubungsmittelgesetz, das Grundstoff-Überwachungsgesetz und die Gesetzgebung für die gesetzliche Krankenversicherung sind Bundesrecht. Das Amt der Drogenbeauftragten der Bundesregierung wurde 1998 vom Bundesinnenministerium zum BMG verlagert.

    Die Bundesdrogenbeauftragte wird von einer Geschäftsstelle sowie den Referaten „Betäubungsmittelrecht, Betäubungsmittelverkehr, Internationale Suchtstofffragen“ und „Sucht und Drogen“ im BMG bei der Aufgabenwahrnehmung unterstützt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist eine nachgeordnete Behörde (obere Bundesbehörde) des BMG. Die Abteilung 8 des BfArM „Bundesopiumstelle“ überwacht den legalen Betäubungsmittelverkehr und den Verkehr mit Grundstoffen.

  • Bundesministerium des Inneren (BMI)

    Das Bundesministerium des Inneren (BMI) ist zuständig für Gesetzes- und Projektinitiativen im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Polizeiaktivitäten, die grundsätzlich in der Verantwortlichkeit der Länder liegen, werden durch das Bundeskriminalamt (BKA) unterstützt.

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist dort involviert, wo Bundesmittel für spezielle Schwerpunktforschung im Bereich Sucht und Drogen eingesetzt werden.

  • Bundesländer

    Die Bundesländer können ebenso wie die Bundesregierung Gesetzesvorschläge einbringen, über die im Bundestag entschieden wird. Sie wirken ebenfalls über den Bundesrat an der Gesetzgebung mit. Da ein großer Teil der betäubungsrechtlichen Vorschriften der Zustimmung des Bundesrates bedarf, ist jeweils ein Konsens zwischen dem Bundestag bzw. der Bundesregierung und dem Bundesrat erforderlich. Die 16 Bundesländer sind darüber hinaus für die Ausführung der Drogengesetze zuständig sowie in Abstimmung mit den Trägern der Kranken- und Rentenversicherung subsidiär für Maßnahmen der Prävention und Drogenhilfe. 

    Außerdem liegt bei den Ländern die prioritäre Zuständigkeit für die Strafverfolgung sowie für die Überwachung des Betäubungsmittelverkehrs bei Ärzten und Apotheken.
    Im Interesse einer optimal koordinierten Drogenpolitik verfügen fast alle Bundesländer über Drogen- bzw. Suchtbeauftragte, deren Aufgabe im wesentlichen darin besteht, die Maßnahmen der verschiedenen Ressorts (Gesundheit-, Sozial-, Jugend-, Kultus-, Innen- und Justizressort), zum Beispiel durch interministerielle Arbeitsgruppen, zu bündeln und aufeinander abzustimmen. Sie sorgen auch für eine Vernetzung von Drogenhilfe und allgemeinen Gesundheitsbezogenen und sozialen Diensten. Die Landesdrogenbeauftragten sind an unterschiedlichen Stellen in den entprechenden Ministerien (meist in den Gesundheits- und/oder Sozialministerien) eingebunden.

    Baden-Württemberg; BayernBerlinBrandenburg; Bremen; Hamburg; Hessen
    Mecklenburg-Vorpommern; Niedersachsen; Nordrhein-Westfalen; Rheinland-Pfalz;
    Saarland; Sachsen; Sachsen-Anhalt; Schleswig-Holstein; Thüringen

  • Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist zuständig für die Zulassung von Medikamenten und kontrolliert auch die Produkte, die bereits auf dem Markt sind. Das BfArM ist eine nachgeordnete Behörde des BMG. Seine Vertreter sind ebenfalls beteiligt an der Risikobewertung der Drogen, die im Rahmen des Early Warning Systems auftauchen.  Eine Teilaufgabe des BfArM ist die Überwachung des legalen Betäubungsmittel- und Grundstoffverkehrs in und mit Deutschland. Es erteilt die Erlaubnis zum Handel mit Grundstoffen und mit Betäubungsmitteln und kontrolliert deren Verkauf und Verteilung. Teil dieser Behörde ist die Bundesopiumstelle, welche die Abgabe von Betäubungsmitteln mengenmäßig erfasst, sowie das nationale Substitutionsregister führt, das zur Vermeidung von Doppelverschreibungen von Substitutionsmitteln eingerichtet wurde. 
    Das BfArM berät das BMG in wissenschaftlichen Fragen der BtM-Kontrolle und –anwendung für medizinische Zwecke. Es leitet einen gesetzlich vorgeschriebenen Ausschuss von Sachverständigen, der bei einschlägigen Rechtsänderungen anzuhören ist.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI)

    Der Auftrag des Robert Koch-Instituts umfasst sowohl die Beobachtung des Auftretens von Krankheiten und relevanter Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung als auch die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. In der Arbeit der DBDD spielt das RKI insbesondere eine Rolle bei der Gewinnung und Harmonisierung von Daten über Infektionskrankheiten bei Drogenkonsumenten. Auch die Gesundheitsberichterstattung, die das  RKI mit der technischen Unterstützung des Statistischen Bundesamtes durchführt, beschäftigt sich mit Themenbereichen, die relevant für die Aufgabenstellung der DBDD sind.

  • Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV)

    Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger ist der Dachverband der Rentenversicherungen. Diese sind zuständig für die medizinische Rehabilitation von Personen mit einer substanzinduzierten Störung und haben das Ziel, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang finanzieren sie einen großen Teil von Entwöhnungsbehandlungen insbesondere im stationären Bereich, zunehmend jedoch auch im ambulanten Setting. Da sie die Mittel ihrer Versicherten treuhänderisch verwalten, sind Qualität und Ergebnisse von Behandlung von besonderem Interesse für die Rentenversicherung im VDR. Die Versicherungsträger sind vom Status her unabhängig und werden durch ihre Mitglieder kontrolliert.

  • Akzept e.V.

    Der akzept e.v. beschreibt den Hilfeansatz, den er politisch und fachlich vertritt als "akzeptierend". Insbesondere niedrigschwellige Angebote zur Schadensminimierung sind Thema dieses Vereins, in dem sich Fachleute, Betroffene und Organisationen organisiert haben, die sich diesem Ansatz besonders verbunden fühlen.

  • Fachverband Drogen und Rauschmittel (FDR)

    Der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. (FDR) ist ein Fachverband der Suchtkrankenhilfe als Zusammenschluss von gemeinnützigen Trägern ambulanter und stationärer Hilfen für Suchtgefährdete und Abhängige. Dazu gehören Präventionsstellen, Akuthilfeeinrichtungen, Beratungsstellen, Entzugskliniken, Therapieeinrichtungen, Frauen-Sucht-Einrichtungen, Nachsorgestellen, Elternkreise, Schulen und Werkstätten. Der FDR fördert satzungsgemäß die fachliche Arbeit für suchtgefährdete und abhängige insbesondere junge Menschen u.a. durch

    • Beratung und Unterstützung der Arbeit in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen;
    • Förderung der Fort- und Weiterbildung von Fachkräften;
    • Vertretung der sozial- und gesundheitspolitischen Interessen seiner Mitglieder;
    • Mitwirkung an einer bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung mit psychosozialen Hilfen.

    Entsprechend der Ausrichtung auf junge Menschen  wird das Drogenproblem im FDR besonders stark thematisiert. Der FDR arbeitet eng mit der DHS und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) zusammen.

  • Fachverband Sucht (FVS)

    Der Fachverband Sucht e.V. ist ein bundesweit tätiger Verband, in dem Einrichtungen zusammengeschlossen sind, die sich der Behandlung, Versorgung und Beratung von Suchtkranken widmen. Er vertritt ca. 80 Mitgliedseinrichtungen mit über 5.800 stationären und vielen ambulanten Therapieplätzen. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Alkoholabhängigkeit. Der Verband ist gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig und vertritt vornehmlich die Einrichtungen in freier Trägerschaft. 
    Zu seinen satzungsgemäßen Aufgaben gehören:

    • die Förderung eines suchtfreien Lebens insbesondere durch geeignete Behandlungs- und Versorgungsangebote;
    • die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse über Ursachen und Entwicklungsbedingungen von Sucht, die Wirksamkeit bestehender Behandlungs- und Versorgungsangebote und verschiedener Behandlungsmethoden.

    Der FVS führt einen jährlichen Kongress sowie Fortbildungsveranstaltungen und Arbeitstagungen durch. Er veröffentlicht eine Schriftenreihe und die Zeitschrift "Sucht aktuell".

  • Bundeskriminalamt (BKA)

    Das Bundeskriminalamt ist sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene tätig. Es unterstützt die Polizeien der Länder und hat einige besondere Aufgaben auf der nationalen Ebene. Im Zusammenhang mit der DBDD sind insbesondere die Datenbanken zu drogenbezogenen Todesfällen, Verstößen gegen das BtMG und Beschlagnahmungen von Drogen von Interesse. Die Datenbanken werden durch das BKA auf der nationalen Ebene organisiert und ausgewertet. Das BKA veröffentlicht jährliche Lageberichte zur Rauschgiftkriminalität.

  • Landeskriminalämter

    Die Landeskriminalämter sind Teil der   Landespolizeiverbände, die auf der Landesebene tätig sind. Entsprechend der Verantwortlichkeit der Bundesländer für den Bereich der Strafverfolgung sind sie an erster Stelle tätig, auch wenn es um Rauschgiftdelikte geht. Statistische Angaben, die in den Ländern erhoben werden, bilden die Grundlage der nationalen Statistiken über Beschlagnahmungen, Delikte und Personen.

  • Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

    Die Bundesanstalt für Straßenwesen ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Sie arbeitet unter anderem im Bereich Unfallforschung und Verkehrssicherheit, wo heute neben Alkohol zunehmend auch der Konsum von Drogen und seinen Folgen eine problematische Rolle spielen. Es liegt eine Reihe von Publikationen vor, die sich mit dem Thema Drogenkonsum beschäftigen, etwa als Teil eines Lebens- und Freizeitstils, der mit erhöhten Verkehrsrisiken verbunden ist.

  • Forschungsgruppen und Institute

    Die folgende Liste umfasst die wichtigsten Forschungsgruppen im Bereich Drogenforschung und in verwandten Gebieten in Deutschland. Da sich Forschungsschwerpunkte ändern, kann diese Liste nur einen begrenzten Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland geben. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Besonderheit der deutschen Forschungslandschaft ist der relativ große Anteil außeruniversitärer Forschung im Bereich von Drogen und Sucht allgemein. Es haben sich im Umfeld von verschiedenen durch das BMBF geförderten Projekten zum Thema Sucht seit 2001 verschiedene Forschungsgruppen gebildet, unter anderem die Suchtforschungsverbünde:

    Spezielle Forschungsinstitute

    Universitäre Forschung (Experten bzw. Arbeitsgruppen an Universitäten, die sich u.a. mit dem Thema Sucht und Drogen beschäftigen)

  • Archido

    Das ARCHIDO wurde 1987 in der Universität Bremen mit dem Ziel gegründet, die drogenbezogene Diskussion durch die Bereitstellung von fundierter Fachliteratur zu versachlichen und das Wissen über Drogen, Drogenpolitik und Drogenhilfeansätze zu erweitern. Gesammelt und archiviert wird Literatur über legale und illegale psychoaktive Substanzen im weitesten Sinne: wissenschaftliche Arbeiten (auch Manuskripte), Zeitungsartikel, Tages-, Jahres- und Tätigkeitsberichte, Rechtsurteile, Belletristik, Betroffenenliteratur. Der Bestand umfasst derzeit insgesamt ca. 82.000 Medieneinheiten (Stand September 2007).  Der Bestand ist sowohl online als auch über eine Präsenzbibliothek für alle Interessierten kostenlos zugänglich.

  • Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht)

    Die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) ist eine wissenschaftliche Vereinigung mit etwa 400 Mitgliedern, in der die meisten der Forscher und viele Therapeuten aus diesem Arbeitsfeld im deutschsprachigen Raum organisiert sind. Die DG-Sucht entwickelt wissenschaftliche Standards und organisiert Tagungen zur Suchtforschung.

  • Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS)

    Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin versteht Abhängigkeit als eine viele Jahre dauernde Krankheit mit häufigen Rückfällen, für die in verschieden Stadien verschiedene Therapien angeboten werden müssen. Sie fördert die Fortbildung in der Suchtmedizin, besonders durch ihren jährlichen bundesweiten Suchtkongress und unterstützt die wissenschaftliche Diskussion von Behandlungsstandards.

  • Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (DG-SPS)

    Die Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie e.V. unterstützt die psychologischorientierte Forschung zu Ätiologie, Diagnostik, Behandlung und Prävention von Suchtstörungen sowie den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis der Suchthilfe.

  • Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)

    Das Deutsche Institut für Dokumentation und Information (DIMDI) ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit. Es hat den Auftrag, bibliographische Informationen zur wissenschaftlichen Literatur zur Verfügung zu stellen, die für den Arbeitsbereich des Ministeriums für Gesundheit relevant ist. Es hält nationale und internationale Datenbanken, die unter anderem die Bereiche Drogen, Alkohol, Pharmazeutika, Epidemiologie, Prävention und Therapie abdecken. Im Augenblick geben sie Zugang zu mehr als 40 Millionen Einheiten. Aktuell ermöglicht das DIMDI die online Recherche in rund 70 Datenbanken mit etwa 100 Millionen Dokumenten. DIMDI ist für die nationale Umsetzung der internationalen Klassifikation von Krankheiten der WHO (ICD 10) zuständig und hat damit für den Bereich Diagnostik eine wichtige Rolle inne.

  • Statistisches Bundesamt (Destatis)

    Das Statistische Bundesamt (Destatis) sammelt und veröffentlicht fortlaufend statistische Daten über viele Felder von öffentlichem Interesse. Ein Teil dieser Daten wird direkt durch das Bundesamt erhoben, andere werden von anderen Organisationen, beispielsweise den Krankenkassen oder den Landesämtern für Statistik, übernommen. In den letzten Jahren wurde durch das Statistische Bundesamt in Zusammenarbeit mit dem RKI und vielen Experten aus unterschiedlichen Institutionen ein nationales Gesundheitsberichtssystem entwickelt, das auch Datenquellen enthält, die für den Themenbereich Drogen und Drogensucht von Bedeutung sind. Des weiteren nutzt es Daten über den Konsum von Alkohol, Drogen und Tabak in der Bevölkerung, die von den nationalen Knotenpunkten der EBDD gesammelt werden.

Gesetzliche Grundlage

Herstellung, Besitz und Handel von Drogen ist in Deutschland nach geltendem Recht strafbar. Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und andere Vorschriften des Strafrechts bilden den juristischen Rahmen für die Behandlung von Personen, die Drogen gebrauchen.

Weitere Partner

Eine Vielzahl weitere Einrichtungsträger, Verbände und  Gruppierungen arbeiten in diesem Feld, von denen nur einige exemplarisch genannt werden können. Eine größere Zahl von spezialisierten Hilfeeinrichtungen trägt zum Beispiel die Therapiekette Niedersachsen oder Jugend hilft Jugend in Frankfurt. Im stationären Bereich ist der Deutsche Orden Suchthilfe zu nennen. Eine Reihe von Verbänden unterstützen diese Arbeit fachlich, zum Beispiel der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss), die kirchlichen Träger im Bereich der evangelischen (Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirchen Deutschlands) und katholischen (Deutscher Caritasverband) Kirche und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband.

Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit