Die neuesten Ergebnisse des größten europäischen Projekts zur Überwachung des illegalen Drogenkonsums mittels Abwasseranalyse werden heute in der Studie „Wastewater analysis and drugs in Europe" veröffentlicht, die von der europaweiten SCORE-Gruppe in Zusammenarbeit mit der Europäischen Drogenagentur (EUDA) herausgegeben wird. Die diesjährigen Ergebnisse zeigen einen deutlichen Rückgang der MDMA-Rückstände in den teilnehmenden Städten, während die Nachweise von Ketamin und Kokain deutlich zugenommen haben.
Im Rahmen des Projekts wurde das Abwasser in 115 europäischen Städten aus 25 Ländern (23 EU-Staaten, Norwegen und die Türkei) analysiert, um das Drogenkonsumverhalten der Bevölkerung zu untersuchen. Die Studie analysierte täglich Abwasserproben in den Einzugsgebieten von Kläranlagen über einen Zeitraum von einer Woche zwischen März und Mai 2025. Abwasserproben einer Bevölkerung von 72 Millionen Menschen wurden auf Spuren von fünf Stimulanzien (Amphetamin, Kokain, Methamphetamin, MDMA und Ketamin) sowie Cannabis untersucht. Die Studie zeigt unterschiedliche Muster bei Cannabis, Amphetamin und Methamphetamin.
Obwohl die Ergebnisse zwischen den Untersuchungsstandorten deutlich variieren, ist es bemerkenswert, dass alle sechs untersuchten Substanzen in fast jeder teilnehmenden Stadt nachgewiesen wurden. Die Projektergebnisse zeigten ausgeprägte geografische und zeitliche Muster des Drogenkonsums in europäischen Städten. Insgesamt waren innerhalb der Länder keine deutlichen Unterschiede zwischen den Großstädten und kleineren Orten zu beobachten, mit Ausnahme von Kokain und MDMA (siehe auch Punkt „City variations“ in der Pressemitteilung).
Die SCORE-Gruppe führt seit 2011 jährliche Abwasseruntersuchungen durch. In der aktuellen Runde werden internationale Daten (aus Brasilien, Kanada, Chile, Island, Neuseeland, Südkorea, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten) vorgestellt und Vergleiche mit den europäischen Untersuchungsstandorten gezogen.
Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie in der Pressemitteilung und weiterführend auf der Webseite der Drogenagentur der Europäischen Union.